Wasser-Forum 8: Virtuelles Wasser (Lehrerheft)

Virtuelles Wasser WASSER-FORUM Ziele/Kompetenzen • Die Grundlagen des Konzepts virtuelles Wasser benennen und beschreiben können • Die Ursachen für den weltweiten Wassertransfer wahrnehmen und benennen können • Die Verantwortung jedes Einzelnen für den Umgang mit der weltweiten RessourceWasser erkennen und ein- schätzen können Inhalte Das Konzept des virtuellenWassers steht imMittelpunkt dieses Arbeitshefts. Ob- wohl Deutschland weltweit zu den wasser- reichsten Ländern gehört und wir nur einen Bruchteil unsererWasserressourcen nutzen, sind wir doch einer der größten Importeure von virtuellemWasser . Dieses definiert sich als die Menge anWasser, die im gesamten Entstehungsprozess eines Produkts oder einer Dienstleistung anfällt . Entstanden ist das Konzept bereits 1993 mit dem Ziel, die Sinnhaftigkeit des Anbaus wasserintensi- ver Kulturen in wasserarmen Ländern zu überprüfen. Unterschieden wird dabei nach grünem, blauemund grauem virtuellenWasser . Je nach Land kann die Zusammensetzung des virtuellenWassers für das gleiche Produkt unterschiedlich ausfallen. Beispiele aus der Herstellung verschiedener Produkte des täglichen Lebens veranschaulichen die Zusammenhänge und Auswirkungen des globalenWassertransfers und die Folgen für die Länder mit geringenWasserressourcen. Ein bewusster, nachhaltiger Konsum ist eine der Möglichkeiten, in diesem komplexen Warentransfer auch als Einzelner begrenz- ten Einfluss zu nehmen. Noch wichtiger wird es aber künftig sein, den betroffenen wasserarmen Ländern nachhaltige Alter- nativen undMethoden für den Anbau ihrer Exportprodukte zu bieten. Anregungen für den Unterricht Wasser-Frühstück Ein guter Einstieg in die Thematik ist ein gemeinsames Frühstück mit aus- gewählten Zutaten. Jeder Schüler kann sich daraus sein individuelles Frühstück zusammenstellen. In einem zweiten Schritt werden vorbereitete Schilder mit der enthaltenen Menge an virtuellem Wasser dazugestellt und diskutiert, wie es zu den angegebenen Mengen kommen könnte. Zum Abschluss kann jeder noch den Gehalt an virtuellemWasser seines Frühstücks berechnen. Praktische Versuche Mit mehr oder weniger aufwendigen Versuchen kann man das Prinzip des virtuellenWassers gut veranschaulichen. Dazu gehören z.B. Papier schöpfen (Anleitungen im Internet) oder Kres- sesamen keimen lassen (Tipp: größere Schale verwenden).Wichtig ist dabei, die genutztenWassermengen genau zu do- kumentieren und die Kinder erarbeiten zu lassen, wie viel Wasser für die Herstellung eines Blatts Papier oder einer bestimmten Menge Kresse verwendet wurde – wie viel Wasser also darin enthalten ist. Poster nutzen Das den Schülerheften beiliegende Poster mit Fakten rund um die virtuellen Wassermengen einzelner Produkte liefert Diskussionsstoff für den Unterricht. Begleitinformationen für den Unterricht Herausgeber: BDEW Bundesverband der Energie- undWasserwirtschaft e.V. Reinhardtstraße 32, 10117 Berlin Mehr Informationen, Arbeitsblätter und Anregungen für den Unterricht finden Sie auf: www.wasser-macht-schule.de Physik Chemie Biologie Erdkunde Mathematik Geschichte Wirtschaft Die acht Schüler-Arbeits- hefte der Reihe „Wasser-Forum“ und die zugehörigen Arbeitsblätter wurden unter Berücksichtigung der aktuellen Lehrpläne zusammen mit pädagogischen Fachkräften inhaltlich und didaktisch weiterentwickelt. Sie sind für den Unterricht in der Sekundarstufe I rund um das Thema Wasser konzipiert und können – je nach Wissens- stand der Schülerinnen und Schüler – ab Jahrgangs- stufe 6 genutzt werden.

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